1. Etappe Dobratsch Rundwanderweg - von Warmbad-Villach nach Bad Bleiberg

Wanderung

Informationen zur Tour

Intensive Wanderung von Warmbad hinauf ins Hochtal von Bad Bleiberg.

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Empfehlung

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Empfohlene Ausrüstung

Regenschutz, gute Wanderschuhe, Trinkwasser, Kamera etc.

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Wegbeschreibung

Freiwilligen-Schützen-Park Warmbad Villach


Er wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als Kurpark angelegt und 1965 nach einem militärischen Regiment benannt, das im 1. Weltkrieg gegen italienische Truppen kämpfte. Sein Kommandant, Oberst Georg Teppner, war Miteigentümer des Warmbads und ist in der im spätgotischen Stil errichteten Kapelle am Waldrand beigesetzt. Hier fließt das so genannte Maibachl vorbei, eine temporäre Thermalquelle, die 2005 zum Naturdenkmal erklärt wurde.


Eggerloch


Aufgrund seiner besonderen geologischen Struktur besitzt der Dobratsch unzählige Höhlen, von denen nur ein Bruchteil erkundet ist. Als größte Grotte gilt das Eggerloch, dessen gewaltiger Schlund schon von Weitem sichtbar ist. Im 700 m langen Gang wurden rund 90 verschiedene Tierarten gezählt, darunter ein schwarzer Laufkäfer, der bis zu acht Jahre alt werden kann, sowie 17 verschiedene Fledermausarten. Erschlossen wurde die Höhle in den 1930er Jahren von Oskar Hossé, der dabei auch den Durchstieg zu einer weiteren, angeblich »gigantischen« Grotte entdeckt haben soll. 1939 war das Eggerloch Schauplatz des NS-Propagandafilmes »Das Wunder im Berg«, und bis heute beflügelt Hossés Vermächtnis die Phantasie der Speläologen. Nachgewiesen ist die unterirdische Verbindung zum Durezzaschacht, in dem die Knochenreste von 138 Menschen sowie zahlreicher Tiere gefunden wurden. Manche Archäologen deuten dies als frühzeitlichen Bestattungsplatz, andere als Hinweis auf Menschen- und Tieropfer in der Epoche zwischen Hallstattkultur und Keltenzeit.


Tscheltschnigkogel


Die knapp 700 m hohe Felskuppe ist nicht nur ein schöner Aussichtsplatz, sondern auch die bedeutendste Ausgrabungsstätte am Dobratsch. Zu besichtigen sind die Spuren einer spätantiken Höhensiedlung in Form einer Wehrmauer, Fragmenten eines Wohnhauses, Fundamente eines Turmes sowie Grundmauern einer frühchristlichen Kirche. Was für Laien wenig spektakulär erscheint, ist der Beleg für eine weitläufige Festungsanlage aus dem 5. Jahrhundert. Sie dürfte »den letzten Römern« aus Santicum, dem heutigen Villach, als Zuflucht gedient haben.


Hundsmarhof


Das denkmalgeschützte Gehöft aus dem 16. Jahrhundert liegt auf knapp 1.000 m Seehöhe und versorgt Wanderer seit Generationen mit Speis und Trank. Der Name leitet sich von seinen einstigen Besitzern, der Villacher Bürgerfamilie Humb, ab; Mar bezeichnet den Verwalter eines Gutes. Sehenswert ist die holzvertäfelte Gaststube mit dem historischen Mobiliar, nicht minder gemütlich der große Gastgarten.


Heiligengeist


Seine Blütezeit erlebte der bäuerlich geprägte Ort in den 1970er Jahren mit der Errichtung eines Schiliftes sowie dem Ausbau der legendären Abfahrtsstrecke V 73 an der Nordseite des Dobratsch. Der Fremdenverkehr spielte aber schon vor dem 1. Weltkrieg eine Rolle. Pionier war die Familie Ebner, die 1910 ein einfaches »Touristenheim« errichtete, das sich heute als ein in die Jahre gekommenes Vier-Stern-Hotel präsentiert.


Das Bleiberger Tal


Es ist das am dichtesten besiedelte Hochtal Kärntens und stand vom frühen Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts ganz im Zeichen des Bergbaues. Um 1850 lebten hier 4.000 Menschen, während die Stadt Villach zu dieser Zeit nur 2.700 Einwohner hatte. Die Mehrheit der Bevölkerung wurde von Knappenfamilien gebildet, denen einige wenige Grubenbesitzer sowie Gewerbetreibende und Bauern gegenüberstanden. Seit Einstellung des Blei- und Zinkabbaues im Jahr 1993 ist die Zahl der Einwohner auf 2.300 geschrumpft. Der schmale, etwa 6 km lange Talboden liegt auf einer Seehöhe von durchschnittlich 900 m und bietet vier Ortschaften Raum, die teilweise zusammengewachsen sind, aber immer noch ihre Eigenheiten bewahrt haben.


Bad Bleiberg / Plajberk


Das Zentrum des Ortes bildet eine Baulücke in Form des so genannten Lawinenplatzes, der an ein verheerendes Lawinenunglück im Jahr 1879 erinnert. Dabei kamen 39 Menschen zu Tode und wurden über 30 Häuser zerstört, von denen nur ein Teil wiedererrichtet wurde. Die Namen der Opfer sind in einen obeliskartigen Steinbrunnen eingemeißelt. Schon der mittelalterliche Ortskern und die alte Kirche waren der »Lahn« zum Opfer gefallen, weshalb Bleiberg bis heute merkwürdig unvollständig wirkt. Bis Ende des 20. Jahrhunderts gehörten Lawinenabgänge zum Jahreskreislauf und schnitten die Bewohner oft wochenlang von der Außenwelt ab. Weitere Narben verdankt der Ort einer Feuersbrunst im Jahr 1893 sowie der Verlegung der Hauptstraße im 20. Jahrhundert. Nichtsdestoweniger besitzt Bad Bleiberg eine Fülle historischer Gebäude und Industriedenkmäler, die sich mit der menschengeformten Landschaft zu einem vielschichtigen Bild fügen.


Beispiele für die stattlichen Behausungen der Grubenbesitzer und Bergbeamten finden sich in einem vorbildlich renovierten Gewerkenhaus aus dem 17. Jahrhundert, in dem heute das Gemeindeamt untergebracht ist, dem klassizistischen »Baroncafè« sowie in der Alten Volksschule, die einst als Markscheiderei diente. Ihnen stehen Arbeiterunterkünfte gegenüber, deren Ärmlichkeit einst im scharfen Kontrast zu den Herrenhäusern stand. Der Klassengegensatz lässt sich noch heute im Gasthof »Zum Mohren« vis-à-vis der barocken Pfarrkirche nachvollziehen: Während sich in der vorderen Gaststube die Knappen versammelten, blieb das noble »Barbarastüberl« den Bürgerlichen vorbehalten. Ein Relikt der nationalsozialistischen Ära ist das benachbarte Knappenhaus, damals »Gefolgschaftshaus« genannt. Das Foyer des Kultursaales schmücken Fresken des völkischen Malers Suitbert Lobisser, die dem Bergbau und dem Berufsstand der Knappen huldigen. Der gemeinschaftlichen Nutzung – nämlich der Körperpflege der Bergleute und ihrer Angehörigen – diente auch das später errichtete Mannschafts-Badehaus der Bleiberger Bergwerksunion unweit des neuen Kurzentrums. Heute befinden sich hier ein Kindergarten und eine Angestellten-Unterkunft.


Am westlichen Ortsrand macht eines der bedeutendsten Industriedenkmäler des Tales auf sich aufmerksam: der 1869 erbaute und 1910 erweiterte Förderturm des Rudolfschachtes. Die große Abraumhalde zu seinen Füßen zeugt von der einstigen Leistungsfähigkeit des Turmes. Auf dieser "Halde" wurde das Kurzentrum errichtet. 1926 wurde eine »Teufe«, Tiefe, von 386 m erreicht, von wo man in den Rudolf-Blindschacht gelangt, der seinerseits eine Teufe von 850 m hat. Der tiefste Punkt der Bleiberger Gruben befand sich damit nur 87 m über dem Meeresspiegel. Er ist mittlerweile, wie ein Großteil der tiefer liegenden Gruben, mangels Entwässerung »ersoffen«. Insgesamt wurden im Laufe der Jahrhunderte 1.300 km Schächte und Stollen in den Berg getrieben.

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Öffentlicher Verkehr

Villach-Warmbad ist mit dem S2 Zug der ÖBB stündlich erreichbar.

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Sicherheitsinformationen

WEGSPERRE: Abschnitt Weißenbachgraben - Weg Nr. 19 aufgrund von Schneebruch!!! Umleitung von Heiligengeist über Weg Nr. 16 und 22 nach Bad Bleiberg. Voraussichtliche Aufhebung der Sperre bis Ende Mai!

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Weitere Information

WEGSPERRE: Abschnitt Weißenbachgraben - Weg Nr. 19 aufgrund von Schneebruch!!! Umleitung von Heiligengeist über Weg Nr. 16 und 22 nach Bad Bleiberg. Voraussichtliche Aufhebung der Sperre bis Ende Mai!

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