Alpe-Adria-Trail Gesamtverlauf

Fernwanderweg

Informationen zur Tour

Alpe-Adria-Trail. Vom Gletscher ans Meer. Wandern im Garten Eden.


Der Alpe-Adria-Trail verbindet die drei Regionen Kärnten, Slowenien und Friaul Julisch Venetien auf insgesamt 43 Etappen. Der Weitwanderweg führt vom Fuße des höchsten Berges Österreichs, dem Großglockner, durch die schönsten Kärntner Berg‐ und Seegebiete in die Nähe des Kreuzungspunktes der drei Länder Österreich, Italien, Slowenien und weiter bis zur Adria nach Muggia.


Genusswandern steht am Alpe-Adria-Trail im Vordergrund. Der Alpe-Adria-Trail verläuft vorwiegend im nicht alpinen Bereich und soweit möglich mit geringem Höhenunterschied. Die Etappen sind um die 20 km lang und erfordern eine Gehzeit von rund 6 Stunden und sind einheitlich beschildert. Jede Etappe führt entlang einer definierten Route, die in beide Richtungen begangen werden kann. Sie bietet zumindest ein attraktives kulinarisches Ausflugsziel und endet an einem Ort mit entsprechenden Nächtigungsmöglichkeiten.


Der Alpe-Adria-Trail verläuft auf bestehenden Wegen, verbindet diese und besitzt eine entsprechende Wanderwegqualität. Auf jeder Etappe liegen mehrere Landmarks, die den Wanderrhythmus wesentlich beeinflussen. Auf jeder Etappe findet sich „Magische Orte“. Diese Orte sind bereits vorhanden, es sind „Juwelen der Landschaft“, von großer Intensität für den Betrachter. Durch sanfte Interventionen laden sie zum Verweilen ein. Sie lassen die Landschaft nicht nur sehen, sondern auch spüren.

Mehr anzeigen

Empfehlung

Mit der neuen Online-Buchungsplattform des Alpe-Adria-Trail Buchungscenters können Sie Ihre Wanderreise individuell planen und buchen!

Mehr anzeigen

Wegbeschreibung

Die ersten acht Etappen führen in Kärnten durch das sonnige, idyllische Mölltal mit einzigartigen Panoramablicken auf die eindrucksvolle Bergwelt inmitten mächtiger 3000er. Gestartet wird am Fuße der Pasterze, größter Gletscher Österreichs, inmitten des Nationalparks Hohe Tauern. Der Trail führt anschließend weiter nach Heiligenblut bis Großkirchheim. Hier passiert man die Apriacher Stockmühlen, die über das entbehrungsreiche Leben der bäuerlichen Bevölkerung vom 17. bis ins vorige Jahrhundert erzählen. Die mittelalterliche Künstlerstadt Gmünd liegt ebenfalls auf der Route.


Zu den schönsten Wandergebieten Kärntens zählt die Millstätter Alpe. Das liegt an ihren sanften Rundungen und am herrlichen Ausblick auf den darunterliegenden Millstätter See, den zweitgrößten Kärntner Badesee. Damit ist man auch schon mitten in der sanften Landschaft des Biosphärenparks Nockberge mit dem bekannten Thermenort Bad Kleinkirchheim, durch den die Etappen 15 und 16 führen. Arriach rühmt sich der Tatsache, geographischer Mittelpunkt Kärntens zu sein. Und es ist Ausgangspunkt jener Etappe, die auf die Gerlitzen Alpe führt.


Nach einem Blick auf den Ossiacher See führt die letzte Etappe, die zur Gänze auf Kärntner Boden verläuft, von Velden am Wörthersee zur Baumgartnerhöhe unweit des Faaker Sees. Kurz vor dem Ziel gelangt man zur Burgruine Finkenstein, einer Theater- und Konzertarena, die mit großartigen Ausblicken und eindrucksvollen Sonnenuntergängen beeindruckt.


Auf den nächsten Etappen des Alpe-Adria-Trails verlassen die Wanderer Österreich, begeben sich auf Slowenisches Staatsgebiet und erreichen gleich den Ski-Weltcup-Ort Kranjska Gora. Hier folgt die Wegstrecke im Großen und Ganzen der Soča, die auf italienischem Hoheitsgebiet zum Isonzo wird. Quer durch den Triglav Nationalpark inmitten der geheimnisvollen Julischen Alpen, dem einzigen Nationalpark Sloweniens. Mit etwas Glück trifft man hier auf Alpenwildtiere wie Steinböcke, Gämsen, Rothirsche oder Auerhähne. Es geht über den höchstgelegenen Straßenpass Sloweniens, den Vršič und weiter nach Bovec, beliebte Wildwassersportmetropole und zugleich das höchstgelegene Skigebiet Sloweniens. Hier genießt man das unberührte und mit dem „EDEN-Award 2008“ ausgezeichnete Sočatal, ebenfalls Teil des Parks, ein wahres Naturjuwel mit zahlreichen Natursehenswürdigkeiten wie Wasserfällen, Höhlen und abgelegenen Flusstälern. Schließlich erreicht man Kobarid mit geschichtsträchtigen Kulturerbe-Besonderheiten aus dem 1. Weltkrieg, und Tolmin. Das Tal hat seine Schönheit vor allem dem türkisblauen Wasser des wilden Flusses zu verdanken, der aus einer Karstquelle bei Trenta im Nordwesten Sloweniens entspringt. Ein großartiges Revier für Wildwassersportler und Angler, die so manche Marmorataforelle, eine Süßwasserfischart aus der Familie der Lachsfische, aus dem kühlen Nass ziehen. Je weiter man entlang der Soča in Richtung Süden vordringt, umso lieblicher wird die Landschaft.


Im äußersten Westen Sloweniens durchquert der Trail das Gebiet Goriška Brda, wo die jahrhundertelange Tradition des Weinbaus fortgesetzt wird. Die einmalige Lage des Hügellandes brachte schon viele international prämierte Weine hervor. Am Ende des Trails, in einer bewachsenen Landschaft im Karst, lohnt sich östlich von Triest ein Besuch des Kulturdenkmals mit europa- und weltweitem Ruf: Das Gestüt und Pferdesportzentrum Lipica, gegründet 1580 von Erzherzog Karl II.


Im Collio überschreitet man erstmals die Grenze zu Italien, spürt förmlich schon die südliche Heiterkeit und stößt westlich in die traditionsreiche Stadt Cividale del Friuli vor. Eine ursprünglich keltische Siedlung, die von Julius Caesar zur Stadt erhoben wurde. Seit Juni 2011 gehört die Hauptstadt des ersten langobardischen Herzogtums in Italien zum Weltkulturerbe der UNESCO. Hier sind italienische Genussmomente inklusive, denn wer sich für diese Etappe entscheidet, sollte einen der zahlreichen Kulinarikführer im Gepäck haben sowie einen Besuch der Winzer des Collio einplanen. Sie sind für hervorragende Weinqualität bekannt, die seit über 40 Jahren streng kontrolliert und garantiert wird. Der wichtigste Ort dieses bezaubernden Hügellandes ist Cormòns, ein wunderschönes Städtchen im Habsburger Stil. Sehenswert sind nicht nur die Kirchen, sondern auch die zahlreichen Weinkeller. Nächstes Ziel ist der Karst, eine Hochebene, die sich vor 30 Millionen Jahren aus dem Meer erhob und wo die kraftvolle Bora weht. Eine raue und faszinierende Landschaft. In Duino, wo Rainer Maria Rilke seine berühmten Duineser Elegien schrieb, erreicht man das Meer. Und nur ein paar Kilometer weiter ist es endgültig geschafft und der Zielort Muggia erreicht.


Die Wanderer begrüßt ein idyllisches Hafenstädtchen, das geprägt ist von den Einflüssen der venezianischen Kultur. Hier lauscht man dem Klappern der Segelmasten, lässt sich die würzige Adria-Luft um die Nase wehen, folgt dem Duft aus einer der hervorragenden Ristoranti von herrlichen Meeresfischen und genießt dabei den unglaublichen Ausblick auf die pittoreske Triestiner Bucht, die wie vergoldet vor einem liegt. Das Herz der Hafen- und Großstadt, bis 1918 der einzige Meereshafen Österreich, bildet die Piazza dell’Unità d’Italia (Platz der Einheit Italiens). Dieser ans Meer grenzende rechteckige Hauptplatz wird auf drei Seiten von neoklassizistischen Prachtbauten umsäumt.



Trail-Kurzvariante: 3-Länder-Rundtour


Wem der gesamte Trail zu lang ist, aber trotzdem drei Länder wandernd entdecken will, entscheidet sich am besten für die Kurzversion des Alpe-Adria-Trails: Bei der 3-Länder-Rundtour geht es in sieben Tagesetappen auf 130 km durch Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Slowenien. Gestartet wird in Kärnten auf der Baumgartner Höhe beim Faaker See, weiter geht es nach Warmbad Villach, durch den Naturpark Dobratsch, nach Nötsch und Feistritz, bevor Italien mit dem Kanaltal und den Orten Valbruna und der Einkaufsstadt Tarvis erreicht wird.


Nach dem berühmten Wallfahrtsort Monte Santo di Lussari (Luschariberg), den Laghi die Fusine und vorbei am Fuße eines der höchsten Berge der Julischen Alpen, dem Mangart, erreichen die Wanderer Slowenien mit dem international bekannten Wintersportort Kranjska Gora, bevor man wieder zum Ausgangspunkt in Kärnten zurückkehrt.

Mehr anzeigen

Weitere Information

Mehr anzeigen

Daten werden geladen

Nur einen kurzen Augenblick